Foto: Gero Gerewitz, WAZ
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Nautik statt IT

Mal unter uns und natürlich ironisch gesprochen: Schon wenn ich zum Firmenlauf aufrufe, mache ich mich bei der Hälfte meiner Kollegen nachhaltig beliebt. Inzwischen weiß ich, dass man das noch toppen kann. Radio 21 hat uns kurzfristig eingeladen, beim Funboat Race im Allerpark Wolfsburg mitzumachen – dafür brauchte es neben mir noch ein weiteres Teammitglied. Das hab ich in Jair (vermutlich gelenkt vom Anflug eines schlechten Gewissens, weil besagter Firmenlauf nicht sein Ding ist) zum Glück auch schnell gefunden. War ein doppelt guter Griff, weil er regelmäßig aktiv auf dem Wasser unterwegs ist und noch dazu ein Schlauchboot greifbar hatte. Ersteres war vor allem deshalb hilfreich, weil ich noch nie paddeln war. Apropos: Zum Vorwärtskommen war alles erlaubt – nur kein Motor. Da wir den ohnehin grad nicht rumstehen hatten, ein eindeutiges Votum für den Paddelantrieb. Damit fehlte eigentlich nur noch der Spaß an unserem Boot. Irgendwie witzig sollte es aussehen, nicht ganz gewöhnlich, aber auch nicht zu verrückt. Wir haben uns schließlich auf eine gediegene Portion Spaß geeinigt: Unser Löwe sollte als Galionsfigur mit an Bord kommen.

Erste Amtshandlung: Kurze Testfahrt von einem Ufer zum anderen. Da Jair ja bereits eine gewisse Grundkompetenz mitbringt auf dem Gebiet, blieb mir die Rolle der Achillesferse. Nun ja, wir sind weder gekentert, noch habe ich Geschwindigkeitsrekorde gebrochen – eine akzeptable Premiere. Während um uns herum schon Tausende Besucher alle möglichen Aktionen des Sommerfestes im Allerpark mitgenommen haben, haben wir ein bisschen Holz und PVC-Hartschaum erstmal in eine ansehnliche LINET-Galionsfigur verwandelt. In der Zwischenzeit hat sich schon angebahnt, dass wir bei diesem Rennen leider nicht allzu viel Konkurrenz auf dem See haben werden. Dafür aber ein paar Kollegen zum Anfeuern – danke dafür! Insgesamt schipperten sechs Teams auf dem Allersee. Zwei davon haben sich entschieden, die 180 Meter Strecke zu schwimmen. Auch das war den Veranstaltern recht, solange denn ein Boot im Spiel war. Das Wetter war – viel Wind hin oder her – auch ganz gut sommerlich. Boot ist übrigens relativ: Unsere Mitstreiter schwammen und paddelten mit und auf aufblasbaren Inseln, Flamingos, Enten, Schwänen und Brezeln. Da muss man kein großer Sportsmann sein, um unseren technischen Vorteil zu erkennen. Ab da ruderte das schlechte Gewissen immer eine Welle neben uns. Es kam, wie es eigentlich nur kommen konnte: Start-Ziel-Sieg für LINET Services! So schwimmt IT. Zu gewinnen gab es immerhin einen Mediagutschein der Veranstalter Radio 21 und WAZ.

Inzwischen sind Jair und ich uns einig, dass wir es in Sachen Bootsdeko nächstes Jahr – es gilt ja schließlich, einen Titel zu verteidigen – definitiv etwas ausgefallener angehen. Bis dahin erstmal viele Grüße an die Brezel-Schwimmer vom Haus Empatica/Lebens- und Gesundheitszentrum Osloß, die sich mehr als verdient den zweiten Platz geholt haben.

Foto: Gero Gerewitz, WAZ (5)

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